Page 2 - 45 Jahre CSU Neuching
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Chronik des CSU-Ortsverbandes Neuching


               Der Anfang – 16. Juli 1976
                     Die „Bude war gerammelt voll (laut Erdinger Anzeiger) als sich am 16. Juli im Wahljahr
               1976 (Bundestag) 25 von insgesamt 28 Mitgliedern beim Neuwirt in Oberneuching einfanden
               und einen eigenen Ortsverband gründeten. Bis dahin wurden die Neuchinger CSUler vom
               Ortsverband Moosinning mit betreut.
                     Es war eine turbulente Zeit – Simon Weinhuber war noch Landrat, die
               Verwaltungsreform zeigte – gerade in der VG Neuching-Finsing-Ottenhofen – schwere
               Nachwehen, und „Kreuth“ schürte Diskussionen. Hans Zehetmair war damals
               Landtagsabgeordneter und stellvertretender Landrat. Auf der Versammlung in Neuching
               kündigte er erstmals an, für den Landratsposten in Erding zu kandidieren.



































                     Politische Sensation perfekt:
                     Hans Zehetmair meldet Kandidatur für den Landratsposten an
                     Zehetmair mahnt die Streithansln Finsing und Neuching zum Frieden

                     "Der Bürger ist sonst am Ende der Verlierer" - Neugründung
                     mb. Neuching - "Was wuist denn du noch, du hast ja gar koan Platz." So empfangen
               wurde MdL und Kreisvorsitzender der Erdinger CSU, Hans Zehetmair, von einem
               Neuchinger Bürger. Zehetmair kam die "gerammelt volle Bude" beim Neuwirt in
               Oberneuching angesichts der im Oktober bevorstehenden Bundestagswahlen nur recht. Zu
               den 19 bereits eingeschriebenen Mitgliedern kamen neun dazu. Benno Lanzl, zum ersten
               Vorsitzenden gewählt, kann auf die tatkräftige Mitarbeit von weiteren 27 Mitgliedern rechnen.

                     "Uns liegt es völlig fern, auch nur ein Quäntchen Unfrieden zu bringen", suchte Hans
               Zehetmair' als Referent des Abends seine Gegner zu überzeugen. Wenn man auf dem
               Standpunkt verharre, "so sche wars in der Gmoa, mir ham koa Partei net kennt", so stecke
               darin ein Selbstbetrug. Die Demokratie könne ohne politische Willensträger nicht bestehen.
               Was Neuching in Zukunft machen wolle, habe mit der Gründung des Ortsverbandes nichts
               zu tun, betonte er. Dies sei Sache jedes einzelnen der gewählten Vertreter im Gemeinderat
               und des Bürgermeisters.
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