Agrarwissenschaftler wird wohl der neue Mann in Berlin

„Ich bin gefragt worden“, bestätigte Max Lehmer (CSU). Der Agrarwissenschaftler aus Oberneuching (Landkreis Erding) könnte der nächste Bundestagsabgeordnete für den neuen Wahlkreis Ebersberg/Erding werden.

Die Ebersberger Kreisvorsitzende Christa Stewens will sich aber noch nicht auf einen Kandidaten festlegen.

„Der beste Kandidat, die beste Kandidatin wird sich durchsetzen“, so Stewens gestern auf Anfrage der EZ. Vor der Sitzung der Kreisvorstandschaft am kommenden Dienstag werde sie jedoch weder einen Namen nennen noch festlegen, ob die Ebersberger überhaupt einen Kandidaten ins Rennen schicken werden.

Die Situation ist eindeutig. Am 1. Juli stimmen 120 Delegierte der Christsozialen im Gasthaus Neuwirt in Oberneuching (Landkreis Erding) über ihren Kandidaten ab. 62 Delegierte kommen dabei aus dem Landkreis Erding, nur 58 aus dem Landkreis Ebersberg. Der Erdinger CSU-Kreisvorsitzende Martin Bayerstorfer hatte im Vorfeld betont, die Erdinger Christsozialen würden einen eigenen Kandidaten präsentieren. Wenn der dortige Kreisverband geschlossen abstimmt, haben die Ebersberger keine Chance.

Max Lehmer wohnt in Oberneuching, also nahe der Landkreisgrenze. Der 58-Jährige ist beim Chemiekonzern BASF in der Entwicklung tätig und dort für die Qualitäts- und Ertragsoptimierung im Pflanzenbau zuständig. Von 1976 bis 1986 gehörte Lehmer dem Erdinger Kreistag an. In den vergangenen zehn Jahren war er jedoch aus beruflichen Gründen kaum kommunalpolitisch aktiv. Ausnahme: Sein Sitz im Neuchinger Gemeinderat, seit 27 Jahren. Inzwischen könnte er sich aber vorstellen, seinen Beruf mit einem Bundestagsmandat zu vereinbaren. Bekannt ist Lehmer auch als Mitglied des Eicherloher Dreigesangs.

Robert Langer im Erdinger Anzeiger vom 1. Juni 2005

 

 

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