Page 11 - 45 Jahre CSU Neuching
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Chronik des CSU-Ortsverbandes Neuching
St. ,Wolfgang ein kommunalpolitisches Seminar für seine 24köpfige Mannschaft an, bei dem
die "Novizen" im Team lernen sollen, sich im Dschungel von Flächennutzungs-, Bebauungs-
und Haushaltsplänen zurechtzufinden.
Mit diesem kommunalpolitischen, maßgeschneiderten Rüstzeug und einem Fundus
politischer Aussagen, insbesondere zu der zu erwartenden Entwicklung im
Flughafenumland, wol1en sie ins Rennen um die zwölf Sitze im Neuchinger
Gemeindeparlament gehen. Eine Gewichtung der lokalen Probleme wurde schon im
Rechenschaftsbericht über die 'abgelaufene Periode deutlich. Wir können bei unserer Zahl
im Gemeinderat (die CSU stellt vier Räte einschließlich des 2. Bürgermeisters) nicht
behaupten, wesentliche Entscheidungen allein herbeigeführt zu haben.
Wir sind aber stolz darauf, viele initiiert, beeinflusst, mitgestaltet und mitgetragen zu
haben" betonte der Vorsitzende. Er nannte die Erweiterung des Kindergartens, die
Fertigstellung des Sportgeländes, die Planung des Bauhofes und des Feuerwehrhauses, das
Gewerbegebiet, die Orts- und Landschaftsgestaltung zusammen mit dem Arbeitskreis Natur
und Umwelt und den dem Ortsverschönerungs- und Gartenbauverein und vor allem die
Bautätigkeit.
Man einigte sich im Gemeinderat nach langen Diskussionen auf ein Baulandmodell für
Einheimische, das zwar nicht nur Freunde gefunden habe, das aber ein wichtiges
Steuerungselement für die Gemeindeentwicklung sei: So könne Bauland nach
Entwicklungskriterien vergeben und der Umfang des Wachstums bestimmt werden. Nur mit
einer sorgfältigen und ausgewogenen Bauleitplanung könne dem durch den Flughafen zu
erwartenden Siedlungsdruck sowohl bezüglich des Wohnungsbaues als auch der
zunehmenden Nachfrage nach Gewerbegebieten begegnet werden. Auf Ausgewogenheit
und Augenmaß werde es auch ankommen, wenn man einerseits ländliche Strukturen
erhalten und andererseits die Entwicklung nicht verschlafen wolle.
„Die Gemeinde muss die bauliche Entwicklung steuern, damit nicht eine Gemeinde
herauskommt, die wir uns so nicht vorgestellt haben," mahnte Lehmer. Die
Wohnraumbeschaffung für junge. Familien und die Überlegungen . zur Schaffung weiterer
,Arbeitsplätze innerhalb der Gemeinde Werden Verantwortung und Ideenreichtum erfordern.
Zu den künftigen Aufgaben zähle auch die Erhaltung "der sehr geschätzten Grundschule",
deren Gebäude renovierungsbedürftig sei, und die Erweiterung der Freizeitanlagen.
Einen kräftigen Motivationsschub erhielten die Versammlungsteilnehmer von dem,
Kreisvorstandsmitglied Georg Rieß, der vor der Versilberung der Baugrundstücke" durch
Bauträger warnte und vor allem die Leistungen der Partei auf Kreisebene herausstellte. Er
leitete auch die Wahlen. Aufgestellt wurden 24 Kandidaten, nachdem eine Absprache mit
den übrigen Gruppen, zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich war.
Die Liste wird angeführt von Dr. Max Lehmer. Er und die drei weiteren
Gemeinderatsmitglieder wurden gesetzt, Wobei von der Versammlung die Reihenfolge
bestimmt wurde. Gesetzt wurden auch die vier letzten Bewerber.
Es ergab sich nach der Auszählung der Stimmen folgender Wahlvorschlag: 1. Dr. Max
Lehmer, 2. Lanzl Benno, 3. Ertl Alfred, 4. Schwarzenbeck Josef, 5 Herkner Alexander, 6.
Peis Johann, 7. Wellers Hans Markus, 8 Bauer Eduard, 9. Matzinger Heinrich, 10. Bauer
Betty, 11. Hübner Wolfgang, 12. Herkner Gitte, 13. Lupperger Georg, 14. Weindl Karl-Heinz,
15. Wellers Hanni, 16. Hoffmann Rainer, 17. Matzinger Maria, 18. Weinberger Erich, 19.
Weyand Wolfgang, 20. Weyand Marianne, 21. Ertl Anneliese, 22. Zehetmeir Richard, 23.
Bogenstätter Werner und 24. Lehmer Marianne.
© CSU-Ortsverband Neuching – zusammengestellt von Hans Markus Wellers Seite 11 von 143